Es gibt keine Menschen zweiter Klasse + Entschädigung für Kindermörder

Mir ist einfach der Kragen geplatzt, als ich die beiden Artikel im Münchner Merkur vom 5.8.2011 gelessen habe. Meine Antwort entnehmen Sie bitte dem Leserbrief, den ich der Redaktion zugesandt habe.

Liest man das Urteil zu diesem Fall, ist es verständlich, dass die Wut der Bürger wächst. Das Recht, welches die Politiker festlegen und die Richter nachher im „Namen des Volkes“, aussprechen, ist uns Otto-Normalverbrauchern nicht mehr zu vermitteln. Ich hoffe nur, dass schon bald die Einsicht, es gibt keine Menschen zweiter Klasse, auf alle Bevölkerungsschichten ausgedehnt wird. 

Im Moment erlebe ich das Gegenteil. Seit Jahren kämpfe ich als RentenRebell für die Rechte der Rentner. 2010 haben wir Rentner Widerspruch gegen die Rentenanpassung eingelegt. Rentner = Null-Runde. Pensionäre = + 1,2%. Wer jetzt glaubt, dass Rentner und Pensionäre ein und derselben Klasse angehören, irrt gewaltig. Denn sowohl vor dem Sozialgericht als auch vor dem Landessozialgericht, werden wir Rentner als Bürger  2. Klasse behandelt. 

Unsere Hoffnung liegt jetzt beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Hier liegen in der Zwischenzeit zwei Beschwerden wegen des Zwei-Klassenrechts bei der Altersversorgung in Deutschland vor. Und da der EuGH für MR vor kurzem das Bundesverfassungsgericht davon überzeugen konnte, dass auch für verurteilte Mörder Menschenrechte gelten, gehe ich davon aus, dass der EuGH für MR die deutsche Justiz auch noch davon überzeugen wird, dass sogar für Arbeitnehmer und Rentner elementare Grund- und Menschenrechte gelten. 

Peter J. Dörken

 

 

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Betrifft Sozialgericht, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte EuGH MR, Pressestimmen abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Es gibt keine Menschen zweiter Klasse + Entschädigung für Kindermörder

  1. Roland Vogt schreibt:

    Im Namen des Volkes
    Zu Kindsmörder Klagesache – Forderung von Schmerzensgeld – führt Herr Rechtsanwalt Auffermann die Bürgerrechte ins Feld! Was muß passieren bis der Staat von seinem Recht Gebrauch macht –machen darf /verpflichtet ist einem Bürger die Bürgerrechte abzuerkennen. Die Einschätzung Herrn Auffermanns zu Beiordnung von -1-Euro Schmerzensgeld hätte den Kläger in die richtige Ecke transferiert einerseits, aber auch dem Organ des Rechts gut zu Gesicht gestanden!
    Meint Roland Vogt

  2. Holger Mairoll schreibt:

    Lieber Peter Dörken,
    Sie haben in Ihrem Leserbrief deutlich gemacht, daß es in unserem Land zwei Klassen und zwei Rechte gibt. Sie haben treffend auf die Menschenrechte hingewiesen. Hoffentlich sind die Richter am Europ.Gerichtshof für Menschenrechte nicht so borniert und voreingenommen wie an unseren höchsten Gerichten. Leider traue ich keinem Juristen.
    Auch ich habe einen LB zu dem Gäfgen-Urteil an versch. Zeitungen (u.a. MM, OVB, Nürnb. Zeitg….)
    „Das Urteil hätte anders ausfallen müssen und entsprechend begründet werden können, ohne die Menschenrechte außer Acht zu lassen. Es ist nur eine Sache der Formulierung, Juristen können das.
    Wer denkt an die Opfer?
    Auf die Gefahr hin, daß man mich anklagt oder lyncht: Es ist schade, daß es für solche Verbrecher keine Todesstrafe mehr gibt!“

    Holger Mairoll

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s