„Gebt dem Rentner was des Rentners ist“.

Wer weiß heute noch, dass der Gesetzgeber 1955 die Rentenversicherung vom Kapitaldeckungs- auf Umlageverfahren umgestellt hat? Bei dieser Gelegenheit verweigerte der Staat die Rückzahlung seiner Schulden, die er bei den Rentenversicherungsträgern hatte. In den Folgejahren wurden der Rentenversicherung zusätzlich eine Reihe von Aufgaben übertragen, ohne das ihr die entsprechenden Mittel dafür in voller Höhe bereitgestellt wurden. Wo bleibt eigentlich unser eingezahltes Geld?

Was passiert mit dem „kleinen Vermögen“, daß jeder Berufstätige in die Rentenkasse einzahlt?  Während wir bei Lebens-, Auto- und Gebäudeversicherungen genau das klein Gedruckte studieren, kennen die wenigsten von uns, die Versicherungsbedingungen der Rentenkasse.

Als ich dann vor wenigen Tagen „Ihre Renteninformation“ meiner Tochter, vom Oktober 2010 einsehen konnte, wurde ich stutzig. Da wurde eine schöne Regelaltersrente ab 2035 in den Raum gestellt. Gleichzeitig aber auch auf die Rentenanpassung und einen zusätzlichen Vorsorgebedarf hingewiesen. Weiter sollte man den Kaufkraftverlust nicht außer Acht lassen. Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie Steuern müßten auch noch abgezogen werden. So schrumpfte die schöne Rente dahin. Muss das sein?

In einen Gehaltsrechner habe ich dann folgende Daten eingegeben: Monatliches Bruttogehalt 2.500 EUR. Steuerklasse III. In diesem Beispiel beträgt dann der Beitrag zur Rentenversicherung ca. 250 EUR. Damit kann man jetzt sein „kleines Vermögen“ ausrechnen, welches in die Rentenkasse eingezahlt wird. Wichtig: der Arbeitgeber zahlt den gleichen Betrag auch in die Rentenkasse ein. Pro Monat wird also eine stolze Prämie von 500 Euro überwiesen.

Bei 40 Beitragsjahren ergibt das: 240.000 EUR für die Rentenkasse! 

(500  EUR x 12 Monate = 6.000 EUR p. Jahr x 40 Jahre = 240.000 EUR Gesamt) Wirft dieser Betrag nur eine Rendite von 5 % p.a. ab, dann sind das 12.000 EUR im Jahr oder 1.000 EUR Rente pro Monat. Und das ohne das Kapital anzugreifen.

Schauen Sie auf Ihrer Gehaltsabrechnung nach wie hoch Ihr Anteil für die DRV ist oder geben Sie andere Zahlen in den Gehaltrechner ein. Machen Sie sich schlau und lassen Sie sich nicht mehr für dumm verkaufen durch das ganze Gelabere in Medien und Politik.

Wenn also die RRP, für eine Mindestrente von 1.000 EUR ist, so ist das durchaus realistisch. Voraussetzung ist allerdings, das die Regierung Arbeitsplätze schafft die gut bezahlt werden. Wer einen Mini-Job, einen Teilzeit-Job oder Leiharbeit hat, wird sich schwer tun das kleine Vermögen aufzubauen. Hier ist dann Soldarität gefragt.

Sehen Sie hierzu auch den Beitrag im Blog „Solidarität ist gefragt“.

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